SEIT 1907

 

1907 wurde von zwei Mitgliedern einer Salzburger Studentenverbindung, die in Wels das Gymnasium besuchten, die K.Ö.St.V Traungau zu Wels gegründet. Aufgrund des damals geltenden Koalitionsverbotes (Verbot des Eintritts in einen Verein) für Mittelschüler, musste der Traungau bis zum Ende der K&K-Monarchie im Untergrund bleiben, ansonsten hätte den Mitgliedern Schulausschluss oder der berüchtigte Karzer gedroht. In der Zwischenkriegszeit war der Traungau eine florierende Studentenverbindung. Mit dem Einmarsch Hitlers änderte sich vieles. Da wir vor allem sehr freiheitsliebend sind und auf der Demokratie aufbauen, wurden wir sofort verboten und unser Vereinslokal wurde von der SS gestürmt und auf Akten durchsucht. Katholische Studenten wurden damals wegen ihrer Mitgliedschaft verfolgt und in Konzentrationslager verschleppt, aus diesem Grunde wurden kurz vor der Durchsuchung alle Unterlagen vernichtet und somit unsere Bundesbrüder vor der NS-Strafverfolgung bewahrt. Ein junger, schlanker Bursch namens Bibi rettete in einem für ihn lebensbedrohlichen Manöver unsere damalige Fahne, die noch heute erhalten ist. Er band sie sich um seinen Bauch und marschierte von Wels bis nach Neumarkt/Kallham zu Fuß! Er vergrub sie anschließend in seinem Garten, sodass sie vor den Nazis geschützt war. Leider fiel unser Held danach an der Front.

 

Nach dem Krieg konnte der Traungau in den 50iger Jahren wieder stark an die Öffentlichkeit treten. Viele der damaligen Mitglieder waren, wie auch noch heute, in öffentlichen und wirtschaftlichen Spitzenpositionen. In den sechziger Jahren war eine Blütezeit unserer Verbindung. In dieser Zeit kannte man uns vor allem wegen der gut besuchten Traungau-Bälle. Die Mitgliederzahlen stiegen rasant an, besonders weil gerade in dieser Zeit der Drang sich zu christlichen Werten, Freiheit und Demokratie, zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und zum Kampf gegen die Gleichschaltung der Menschen einzusetzen und aktiv die Zukunft zu gestalten. Auch heute erleben wir wie eine sehr ähnliche Situation, was man an den Neueintritten leicht erkennen kann.

Wir lernen aus unserer Vergangenheit, damit wir eine bessere Zukunft für uns und unsere Gesellschaft schaffen können. Der aktive Eintreten für unsere Prinzipien und Wertvorstellungen, aber auch das Akzeptieren anderer Meinungen wollen wir weiterhin verbessern. So arbeiten wir daran, dass sich diese positive Entwicklung fortsetzt und das die christlichen Werte, die unsere Gemeinschaft prägen, in der Gesellschaft nach wie vor ihre Bedeutung behalten.

TRAUNGAU NACHRICHTEN

Keine Nachrichten in dieser Ansicht.

TRAUNGAU PROGRAMM